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Niederösterreichischer Kleinregionentag 2007


„Kleinregionale Entwicklung im Spiegel des demographischen Wandels“

Beim NÖ Kleinregionentag am 6. Dezember 2007 im Glassalon Neuhaus informierten sich über 160 kleinregionale Akteure zum Tagesthema „Demographischer Wandel“. LH-Stv. Ernest Gabmann hielt das Eröffnungsstatement und betonte den Mehrwert kleinregionaler Kooperationen in gesellschaftlichen Belangen.

Laut Statistik Austria wird Niederösterreich in den nächsten Jahrzehnten deutlich an Bevölkerung gewinnen. Mit einem Plus von 12 % bis 2031 entfällt auf unser Bundesland das dritthöchste Wachstum. Diese Zunahme ist vor allem auf Zuwanderungen aus dem Ausland und anderen österreichischen Bundesländern, insbesondere aus Wien, zurückzuführen.

Zugleich ist eine Alterung der Gesellschaft in allen Regionen Niederösterreichs zu beobachten. Ausschlaggebend hierfür sind sinkende Geburtenraten, eine steigende Lebenserwartung und der Eintritt der in den 1960er Jahren Geborenen in das Pensionsalter.


„Laut Prognose werden fünf der 25 niederösterreichischen Bezirke von einem Bevölkerungsrückgang betroffen sein. Herausforderung für die Gemeinden ist es, auf die Bevölkerungsentwicklung – sowohl bei Wachstum als auch bei Rückgang – und die gesellschaftlichen Trends optimal zu reagieren. Die Kooperation in Form der Kleinregionen leistet hier einen wichtigen Beitrag!“ erklärt LH-Stv. Ernest Gabmann in seinem Eingangsstatement.

Mit den Veränderungen von Bevölkerungszahl und –struktur geht eine Vielzahl an gesellschaftlichen Trends einher. „Politik und Verwaltung müssen der Ausdifferenzierung der Lebensstile und den damit verbundenen gestiegenen Ansprüchen gerecht werden. Das Schaffen und Aufrechterhalten von Angeboten für die Bevölkerung sowie eine koordinierte Siedlungsentwicklung durch die Kleinregionen sind Voraussetzungen für eine optimale Gestaltung des Lebensraums.“, so Gabmann weiter.

Bei der Exkursion am Vormittag präsentierte die Kleinregion „Unser Triestingtal“ ihre Projekte zum Tagesthema: Bei einer Fahrt mit einem ÖBB-Sonderwagon wurde den 50 TeilnehmerInnen das Projekt „Mobile Jugendbetreuung in der Kleinregion“ vorgestellt. In der Burg Neuhaus wurde das AUDIT „Kinder- und familienfreundliche Gemeinde“ präsentiert.

Dieses wurde vom Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz entwickelt. Die Gemeinden werden unterstützt, ihre Familien- und Kinderfreundlichkeit zu überprüfen, gezielt weiterzuentwickeln und zu dokumentieren.

Nachmittags wurde in den Vorträgen von Prof. Dr. Münz, DI Dr. Dillinger und Dr.-Ing. Gutsche das Tagesthema fachlich beleuchtet und Erfahrungswerte aus Deutschland mit eingebracht.


Nach der Podiumsdiskussion - bei der auch LAbg. Bgm. Franz Rennhofer über sein „Treffpunkt-Projekt“ in Lichtenegg berichtete - hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit sich über weitere Projekte und Konzepte zu informieren und auszutauschen:

Kontakt:
Regionalmanagement Niederösterreich, Kleinregionsbetreuerin Industrieviertel
Mag. (FH) Annemarie Trojer,
Tel. 02622/27 156-14,
Email: a.trojer@industrieviertel.at