Familienfreundliches Triestingtal
Oktober 2009
AUDIT familienfreundliche Gemeinde im TRIESTINGTAL – Zusammenarbeit bringt Vorteile
Im Jahr 2007 hat sich das Triestingtal als erste Region in Österreich dazu entschieden, das „AUdit familienfreundliche Gemeinde“ gemeindeübergreifend durchzuführen.
Im Triestingtal wird somit vorgelebt, dass durch interkommunale Zusammenarbeit noch mehr für die einzelnen Gemeinden erreicht werden kann.
Die ARGE Kleinregion Triestingtal übernahm die Initiative, informierte, kommunizierte die Teilnahme an diesem begleiteten Prozess und lud die Mitgliedsgemeinden zum ersten Auditseminar im Oktober 2007 ein. Im Rahmen dieses Worksshops lernten die GemeindevertreterInnen den Ablauf des Audit „familienfreundliche Gemeinde“ näher kennen. Mittlerweile befinden sich fast alle Regionsgemeinden im Auditprozess. Kaumberg, Weissenbach, Furth und Berndorf sind bereits zertifiziert. Altenmarkt, Pottenstein, Hernstein und Leobersdorf arbeiten derzeit intensiv an ihren Zielen bzw. stehen knapp vor Fertigstellung. Lediglich die neueren Mitgliedsgemeinden im unteren Triestingtal stehen noch vor dem Start. Seit Gründung der ARGE Kleinregion Triestingtal im Jahr 2002 hat sich nämlich die Region Triestingtal von 7 auf derzeit 12 Gemeinden erweitert.
Die Zielsetzungen zum Thema Familien, die in den Gemeinden erarbeitet werden, sind zum Teil wieder Ausgangspunkt für regionale Projekte. Einige Ziele werden in den einzelnen Gemeinden umgesetzt, andere wiederum sollen gemeindeüber –
greifend in Angriff genommen werden. Diese werden im Rahmen eines regionalen Arbeitskreises „familienfreundliche Gemeinde“ diskutiert bzw. abgestimmt.
Das ein Miteinander für alle Beteiligten Vorteile bringen kann, ist hier im Triestingtal bereits sichtbar geworden:
- Die Mobile Jugendarbeit im Triestingtal begleitet die Gemeinden u.a. beim Aufbau und der Betreuung von Jugendtreffs
- Qualitativ hochwertige Nachmittagsbetreuung für SchülerInnen und VorschülerInnen wird im Rahmen eines unterstützten Projekts (Lernardo –Löwenzahn) bereits in einige Regionsgemeinden angeboten
- Eine Gesundheitsmesse in Kaumberg trug zur Vernetzung der regionalen Gesundheitsanbieter bei ….
Mai 2009
Das Triestingtal hat sich als erste Region dazu entschieden, das Audit „familienfreundlichegemeinde“ gemeindeübergreifend durchzuführen.
Mittlerweile befinden sich fast alle Gemeinden im Auditprozess und Kaumberg und Weissenbach wurden sogar bereits zertifiziert.
Der Startschuss fiel bei einem gemeinsamen Auditseminar im Oktober 2007.
Im Rahmen dieses Workshops lernten die Gemeindevertreter/innen den Ablauf des Audit „familienfreundlichegemeinde“ näher kennen.
In allen Gemeinden wird zuerst der IST-Zustand an familienfreundlichen Maßnahmen erhoben, um darauf aufbauend konkrete Ziele zu definieren und Projekte zu entwickeln, wie die Familienfreundlichkeit nachhaltig verbessert werden kann.
Artikel: Netzwerk Zukunft.Familie
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Mit der Durchführung des Audit familien- und kinderfreundliche Gemeinde beschreiten die Triestingtaler Gemeinden
einen Weg zu noch mehr Lebensqualität für ihre Bürgerinnen und Bürger.
Vorhandene Maßnahmen und Angebote für Familien werden gemeinsam mit Vertreter/innen von Vereinen und
Organisationen erhoben und sichtbar gemacht.
Durch diese systematische Erfassung des IST-Zustandes wird es den Entscheidungsträgern ermöglicht,
die bisherigen Leistungen darzustellen und allfällige „Lücken“ aufzuspüren sowie daraus weitere Ziele und zu definieren.
Gemeinsam mit allen Interessierten wird eine mögliche Anpassung und Weiterentwicklung diskutiert.
Ziel ist die individuelle Steigerung der Familienorientierung in jeder Gemeinde sowie Gemeindeübergreifend
die Nutzung von Synergien für Triestingtaler Familien!
Die Miteinbeziehung der Bürgerinnen und Bürger verleiht dem Prozess die erforderliche Breite und führt zu mehr Motivation und
Eigeninitiative.
Gütesiegel Audit familien- und kinderfreundliche Gemeinde
Das Audit familien- und kinderfreundliche Gemeinde basiert auf einer Österreichischen Richtlinie und wird durch die Familie und Beruf Management GmbH, verwaltet die auch die externe Prozessbegleitung durch Palz & Partner KG ermöglicht.
Nach Abschluss des Audit-Prozesses wird durch die Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend ein staatliches Gütesiegel verliehen, das der Gemeinde familien- und kinderfreundliches kommunales Handeln attestiert:
Damit wird auch nach außen sichtbar, dass in der Gemeinde Familienorientierung ein aktiver, von allen Beteiligten gestalteter, Wert ist.
Stand der Umsetzung:
Mit dem Audit familienfreundliche Gemeinde wurde bereits in Kaumberg und Weissenbach begonnen.
Unter reger Beteiligung wird im Rahmen von moderierten Workshops die IST-Analyse und die SOLL-Maßnahmen erhoben und entwickelt.
Der Prozess des Audit familien- und kinderfreundliche Gemeinde:
Auf Basis der Richtline Audit familien- und kinderfreundliche Gemeinde sind folgende Schritte durchzuführen:
- Interessenbekundung und Durchführung eines „Audit-Seminars“
Gemeinden, die das Audit Familien- und kinderfreundliche Gemeinde durchführen wollen, teilen dies der Familie und Beruf Management GmbH mit, die zu einem spezifischen „Audit-Seminar“ einlädt.
Im Rahmen dieses Seminars werden Vertreter/innen der Gemeinde/n differenziert ins Thema, den Prozess, die Möglichkeiten und bisherige Erfahrungen eingeführt.
- Im nächsten Schritt wird das Vorhaben in den Gemeinderat eingebracht und die Teilnahme wird im Gemeinderat beschlossen. Dieser Beschluss ergeht sodann an die Familie und Beruf Management GmbH
- Danach kann der eigentliche Projektstart sowie die gewünschte Öffentlichkeitsarbeit erfolgen.
- Um den Prozess bestens zu gestalten wird eine Audit-Projektgruppe eingerichtet, in der die wesentlichen Entscheidungsträger der Gemeinde eingeladen werden. Aufgabe der Projektgruppe ist es, die IST-Analyse vorzunehmen.
Dabei wird die Projektgruppe von einem/r Audit-Beauftragten der Gemeinde tatkräftig unterstützt.
- Der nächste Schritt führt dazu, dass mit der Audit-Projektgruppe erarbeitet wird, welcher Weg in den kommenden 3 Jahren beschritten werden soll: SOLL-Analyse
Sowohl an der IST-Analyse als auch an der SOLL-Analyse sollen Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden.
- Nach Abschluss der Analysetätigkeiten werden die Ergebnisse dem Gemeinderat zur Beschlussfasssung vorgelegt und im Anschluss durch eine Zertifizierungsstelle begutachtet – hierfür wird von der Familie und Beruf Management GmbH finanzielle Unterstützung angeboten.
- Als nächsten Schritt im Audit-Prozess erfolgt die Verleihung des Grundzertifikats „Audit kinder- und familienfreundliche Gemeinde“
- In den darauf folgenden 3 Jahren werden die beschlossenen Maßnahmen umgesetzt und jährlich wird über die Fortschritte an die Familie und Beruf Management GmbH Zwischenbericht gelegt.
- Nach 3 Jahren ab Grundzertifikatsverleihung erfolgt schließlich die Überprüfung der umgesetzten Maßnahmen und die Zertifikatsverleihung „Audit kinder- und familienfreundliche Gemeinde“.